Viele Ältere kennen den Kindheitstraum: Einmal wie Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer Abenteuer zu erleben. Aus der Augsburger Puppenkiste ist für viele der Berufstraum Lokomotivführer entstanden. Auch die wunderschönste Spielzeugeisenbahn lockt heute jedoch kein Kind mehr hinter der elektronischen Daddelmaschine hervor.
Die entscheidende Frage für die Zukunft wird sein: Passen die Träume und Hoffnungen der Kinder und Jugendlichen einigermaßen zu dem, was an Berufen und Qualifikationen in 30 oder 40 Jahren gefragt ist? Und das heute in einer Zeit, in der wir oft genug nicht wissen, wie sich die Konjunktur im nächsten halben Jahr entwickelt.
Sicher ist, es wird einen Wandel von Berufen und Branchen, Industrien und Dienstleistungen geben, immer verbunden mit der Frage: Wie werden wir morgen arbeiten und leben? Lange galt die Regel, dass die Industrie eher ein aussterbender Dinosaurier sei, die Zukunft in den Dienstleistungsbranchen liege. Heute wissen wir: Ohne Industrie geht es nicht. Und viele Dienstleistungen sind untrennbar mit dem verbunden, was Ingenieure sich ausdenken und in Fabrikhallen hergestellt wird. Die Zukunft wird flexibler, mobiler und damit auch die Arbeitswelt. Doch irgendwie bleibt sie auch immer gleich: Für Kompetenzen und Qualifikationen wird es immer eine Nachfrage geben.