Pressemeldung vom 14. November 2011

Das Reifenwerk ist für viele Teil des Lebens

In Riesa befindet sich eine der modernsten Fabriken im Goodyear-Konzern

Riesa. Bei Wind und Wetter auf den Bau, das wollen Ronny Busch und Matthias Müller nicht mehr. Die gelernten Maurer fühlen sich in der Fertigung bei Goodyear Dunlop in Riesa wohler. Busch, zweifacher Familienvater, hat über eine Zeitarbeitsfirma den Sprung geschafft. Müller nutzte eine Qualifizierungsmaßnahme, die das Reifenwerk zusammen mit der Agentur für Arbeit angeboten hat.
Genauso wie Stefan Dill, der nur wenige Meter entfernt einen Rohling aus der Reifenaufbaumaschine auf den Transportwagen ablegt. Er ist nach einer Kfz-Lehre in der Nähe von Stuttgart zurück in die sächsische Kleinstadt gekommen.


Will nicht mehr auf den Bau: Ronny Busch hat den Sprung über eine Zeitarbeitsfirma zu Goodyear Dunlop geschafft. Foto: Fricke


Dort ist in den vergangenen Jahren eine hochmoderne Fabrik entstanden. 17600 Reifen werden hier zurzeit gefertigt. Tendenz steigend: Schon in knapp einem Jahr werden es täglich 19250 sein. „Wir haben die 20000-Schallmauer fest im Blick“, sagt Werkleiter Bruno Kihm.
Seine Zuversicht hat Gründe. Der Goodyear-Dunlop-Konzern hat in den letzten vier Jahren 78 Millionen Euro in das Werk investiert und somit die Voraussetzung geschaffen, damit der Standort im Osten Deutschlands langfristig wettbewerbsfähig bleibt. Werkleiter Kihm kennt seine Mannschaft gut. Er sagt: „Hier herrscht eine unglaubliche Motivation. Für viele Mitarbeiter ist das Reifenwerk Teil ihres Lebens.“
Zum Beispiel für Angelika Bürger. Die agile 55-Jährige hatte nach dem Abitur Gummifacharbeiterin gelernt, anschließend ein Ingenieurstudium absolviert und ist heute verantwortlich für 107 Mitarbeiter. „Und wenn der Chef nicht im Werk ist, übernehmen eine Kollegin und ich die Verantwortung“, sagt sie. Nächstes Jahr feiert sie ihr 40-jähriges-Betriebsjubiläum. Angelika Bürger gehört zu den Erfahrenen, die die bewegenden Jahre des Reifenwerks in den vergangenen Jahrzehnten mitgemacht hat (Bericht links). Für sie ist „der Mix aus Jung und Alt besonders wichtig.“

641 Mitarbeiter arbeiten am Goodyear-Dunlop-Standort Riesa an 350 Tagen im Jahr – rund um die Uhr. An vier Schichten pro Tag sind die modernen Anlagen ausgelastet. „Zur Wettbewerbsfähigkeit gehört eine gute Qualifizierung“, sagt Werkleiter Kihm. 90 Prozent der Mitarbeiter sind Facharbeiter. 28 Auszubildende gehören zum Nachwuchs. Stolz ist der Werkleiter darauf, dass in diesem Jahr  18 Mitarbeiter die Meisterprüfung bestanden haben. Er sieht die größte Herausforderung darin, mit dem enormen Wachstumstempo Schritt zu halten. „Wir müssen in 2011 rund 35 neue Maschinen in den Fertigungsprozess integrieren und gleichzeitig etwa 100 Mitarbeiter qualifizieren.“ Er steht in der riesigen Werkhalle und zeigt, wo Ende des kommenden Jahres ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Standortes fertiggestellt sein wird. Führerlose Fahrzeuge transportieren dann die Rohlinge in die Heizung und anschließend ins Lager. „Alles vollautomatisch“, sagt er und fügt stolz hinzu: „Wir sind im Goodyear-Konzern das produktivste Werk in Deutschland, vielleicht sogar weltweit.“

 

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